„Kirche weiter denken“
über 350 Pfarrer*innen und Diakon*innen kamen zum Tag der Berufsbildprozesse
Karlsruhe, (24.02.2020). Begegnungen, Philosophie-Vorlesung, Themen-Marktplatz und Gottesdienst – das alles und noch viel mehr war der Tag der Berufsbildprozesse in Karlsruhe am 20. Februar 2020. Aus allen Regionen Badens waren über 350 Gemeindediakon*innen und Pfarrer*innen in der Karlsruhe zusammengekommen, um gemeinsam auf die Ergebnisse ihrer Berufsbildprozesse zu schauen. Zwei Jahre lang hatten sich die beiden Berufsgruppen mit den zentralen Themen ihrer beruflichen Situation beschäftigt. Jetzt wurden Ergebnisse präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Mutig in die Zukunft starten
An 14 Stationen stellten große Plakate die Ergebnisse der beiden Prozesse dar. Nach einem kurzen Auftakt durch Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz, die den Pfarrbildprozess gemanagt und begleitet hat, war dann an allen Stationen Gelegenheit, untereinander und mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Viele Fragen waren zu beantworten, manche Wünsche wurden geäußert, es gab weiter großen Diskussionsbedarf. Daraus spricht eine hohe Verbundenheit der Mitarbeitenden mit ihrer Kirche. Eine Ressource, die Mut macht für die Zukunft unserer Kirche, auch unter veränderten Bedingungen.
Was uns an Kirche wichtig ist
Wichtige Themen waren die Entlastung in Verwaltungsaufgaben, der Religionsunterricht und der Komplex um Dienstliches Wohnen, Arbeiten und Fahren. Die Dienstgruppen wurden in den Blick genommen als der Ort, an dem die Zusammenarbeit der Berufsgruppen konkret wird. Das Berufsprofil der Gemeindediakon*innen, die Vernetzung der unterschiedlichen Arbeitsfelder, Familienfreundlichkeit, Fort- und Weiterbildung, aber auch geistliche Existenz waren relevante Themen. Unter dem Titel „Kirche Weiter Denken“ wurde die Gelegenheit genutzt, sich zum Kirchenbild zu äußern. Dieses Thema war in den Prozessen wiederholt eingefordert worden. Hier wird weitergearbeitet werden, und das sicher nicht nur mit Hauptamtlichen.
Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh dankte den beiden Lenkungsteams und den Fachausschüssen, die mit dem Prozess und der Ausarbeitung der Ergebnisse befasst waren. Ein besonderer Dank ging an Oberkirchenrätin Cornelia Weber, die mit ihrem hohen Engagement und ihrer Bereitschaft zuzuhören diesen Prozessen entscheidende Impulse gegeben hat.
Die Arbeit geht weiter
„Es war – neben all den inhaltlichen Anregungen – ein wunderbarer kollegial-geschwisterlicher Austausch landeskirchenweit, der einfach rundherum guttut“, resümierte einer der Teilnehmenden. Zumindest in den letzten Jahren habe es kein Ereignis wie diesen Tag der Berufsbildprozesse gegeben: Mit so vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich geistig, geistlich und professionell mit dem eigenen Berufsbild auseinandersetzen. Mit so vielen Gedanken und Impulsen, aber auch schon einer Menge konkreter Maßnahmen, die in den letzten Monaten entwickelt und auf den Weg gebracht wurden. Manches steht noch aus, die Arbeit an den Themen ist noch nicht zu Ende: Dieser Tag hat nicht zuletzt auch Erwartungen verstärkt.
(Daniel Völker)



