Wertschätzung als Zeichen sozialer Verbundenheit
Organisatoren der Südbadischen Sozialtagen ziehen Fazit
Karlsruhe/Freiburg, (20.03.2020). Die derzeitige Corona-Pandemie konfrontiert auch das kirchliche Leben mit vielen Einschränkungen. So mussten auch die Südbadischen Sozialtage – aufgrund des sich ausbreitenden Corona-Virus – frühzeitig beendet werden. Dennoch sind die Organisatoren zufrieden mit den Ergebnissen der verkürzten Veranstaltungsreihe.

Prälatin Dagmar Zobel
Quelle: Roger Kupfer / Erzdiözese Freiburg - eingebettet von www.ekiba.de
Motto der Sozialtage war die Wertschätzung am Arbeitsplatz als „must have“: „Es ist uns gelungen, zu diesem zentralen Anliegen, das eine Notwendigkeit in der modernen Arbeitswelt darstellt, Menschen aus Kirche und Gewerkschaft, Betriebsräte und Coaches ins Gespräch zu bringen“, berichtet Renate Buchgeister, Diözesansekretärin der Katholischen Arbeitnehmer - Bewegung (KAB), rückblickend.
Andreas Bordne vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), dem Fachdienst der evangelischen Kirche, ergänzt: „Die Arbeitnehmerseelsorge der Erzdiözese und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und die evangelische Arbeitnehmerschaft setzen sich auch nach diesen Sozialtagen für die Bedürfnisse und Rechte der Arbeitnehmenden ein.“ Deutlich werde dies an der Initiative „Faire Pflege“, an der Arbeit der Betriebsseelsorge und den Fortbildungsangeboten, welche den Einzelnen ermutigen, für seinen Selbstwert einzutreten. Angesichts der Steuerung von Unternehmen durch Zahlen bleibe es unerlässlich, so die Organisatoren, dem Einzelnen seine Würde zuzusprechen und Gemeinschaft erleben zu lassen. „Wertschätzung verbindet beides: die Verantwortlichkeit des einzelnen und seine soziale Verbundenheit, im Falle der Arbeitswelt mit Kolleginnen und Kollegen“, ist das Fazit der evangelischen und katholischen Veranstalter.
Insgesamt elf verschiedene Veranstaltungen im südbadischen Raum – in Freiburg, Lörrach, Offenburg, Bad Säckingen, Oberkirch, Kehl, Schopfheim und Appenweier – waren geplant. Davon konnten sechs öffentliche Veranstaltungen stattfinden: der zentrale Eröffnungsgottesdienst in der Brauerei Ganter (7.3.), dem Erzbischof Stephan Burger und Prälatin Dagmar Zobel vorstanden, drei Vortragsabende, in der Katholischen Akademie Freiburg, in Offenburg sowie in Bad Säckingen (jeweils am 11.3.), ein Filmabend in Lörrach (11.3.). sowie ein Gottesdienst in Oberkirch (15.3.). Auch eine Betriebsaktion fand bei der Firma Leipold in Wolfach statt.
Beteiligt an der Organisation der Sozialtage sind die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), die Arbeitnehmerseelsorge sowie von evangelischer Seite der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Evangelische Arbeitnehmerschaft.
