Geschäfte bleiben an Karfreitag und Ostersonntag geschlossen
Bischöfe begrüßen Entscheidung der Landesregierung
Stuttgart/ Karlsruhe (03.04.2020). Die evangelischen Landeskirchen begrüßen die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, an den Regelungen des Feiertagsgesetzes festzuhalten und die Läden an Karfreitag sowie an Ostersonntag geschlossen zu halten. „Wir sehen das als eine Rückkehr zur vertrauensvollen Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie und freuen uns auf die Osterfeiertage, auch wenn wir sie in diesem Jahr anders feiern“, so die Landebischöfe Dr. Frank Otfried July und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh.

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Nach Protesten von Kirche und Gewerkschaften bleiben die Supermärkte im Südwesten an Karfreitag und Ostersonntag nun geschlossen. "Wir haben uns dazu entschieden, die Ausnahmeregelungen nicht für Karfreitag und Ostersonntag gelten zu lassen", teilte das baden-württembergische Wirtschaftsministerium am Freitagnachmittag mit. Die Corona-Verordnung hatte die Öffnung von Supermärkten an Sonn- und Feiertagen ermöglicht, um den Kundenverkehr zu entzerren. Das Ministerium appelliert nun an alle Bürger, die Infektionsgefahr nicht durch ein "erhöhtes Einkaufsvorkommen vor Ostern" zu erhöhen.
Nachdem im Laufe des Freitags bekannt wurde, dass die Geschäfte am Karfreitag und Ostermontag offen bleiben dürfen, hatten die Kirchen im Südwesten und zwei Gewerkschaften umgehend die Rücknahme dieser Entscheidung gefordert. Die katholischen Diözesen und evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg bezeichneten die Entscheidung der Landesregierung als nicht akzeptabel. "Es ist unvorstellbar, dass die Menschen an diesem Tag einkaufen gehen, aber nicht in den Gottesdienst dürfen", teilten sie mit. Die Gewerkschaft ver.di Baden-Württemberg und der Bezirk Baden-Württemberg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kritisierten die Entscheidung als "völlig überflüssig" und "skandalös". Die Verkäufer bräuchten die Osterpause dringend zur Erholung. (ekiba / epd)
