Landessynode trauert um Altbischof Fischer
Karlsruhe, (23.10.2020). Die Landessynode der badischen Landeskirche trauert um den verstorbenen Altbischof Ulrich Fischer. „Mit seiner zupackenden Art und seiner Begeisterung für unseren christlichen Glauben riss er viele andere Menschen mit“, würdigte Synodalpräsident Axel Wermke den am Mittwochabend (21.10.) Verstorbenen. Auch die frühere Synodalpräsidentin Margit Fleckenstein äußerte ihre Trauer um Ulrich Fischer als einen „immer freundlichen, offenen Menschen, der sich mit ganzer Kraft seinen Aufgaben in unserer Landeskirche und in der Evangelischen Kirche in Deutschland widmete“.
Bereits als Landesjugendpfarrer habe Fischer viel Neues auf den Weg gebracht, erklärte Wermke. Später sei es zum Beispiel die Arbeit am „Kirchenkompass“ gewesen. Für die Tagungen der Landessynode seien die jährlichen Berichte des Landesbischofs Höhepunkte gewesen, die den „Nerv der Zeit“ getroffen hätten. „Immer begleitete er die Arbeit der Landessynode und viele seiner Wortbeiträge verhalfen dazu, aus neuen Blickwinkeln anstehende Probleme zu betrachten und Lösungen zu finden“, sagte Wermke.
„Die evangelische Kirche in Deutschland hat mit Ulrich Fischer eine auf vielen Ebenen prägende Persönlichkeit verloren“, erklärte die frühere Synodalpräsidentin Fleckenstein. „Mit der ihm eigenen hohen Dynamik und Überzeugungskraft hat er verstanden, Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen und zu sinnvollen Veränderungen zu ermutigen. Eine jederzeit verlässliche Partnerschaft war der Schlüssel zu einer erfolgreichen 16jährigen gemeinsamen Leitung der Landeskirche. Tiefes Gottvertrauen, Klarheit, Offenheit, Humor, Ideenreichtum und Freude an der Gestaltung zeichneten den leidenschaftlichen Theologen aus“, sagte Fleckenstein. Einer der Sätze Fischers, der sie besonders geprägt habe, sei jener, dass „in Baden die ökumenischen Uhren anders gehen“. Sie habe ihn auch beim Treffen mit Papst Benedikt bei dessen Besuch in Erfurt und Freiburg zitiert, berichtete die frühere Synodalpräsidentin.

